Retrofit Schritt für Schritt #4

die Arbeiten werden weiterhin parallel durchgeführt

Was habe ich vergessen? Falls Sie die vorherigen Beiträge gelesen haben, wissen Sie was bisher während des Umbaus bereits an Aufgaben bearbeitet wurde. Hardwareplanung, Installation der Maschine, das schreiben des SPS Programms. Daher ist jetzt noch die Visualisierung zu Programmieren. Weiterhin wird der Schaltschrank noch angeschlossen. Somit ist dann der Umbau abgeschlossen. Letztendlich erfolgt dann die Inbetriebnahme der Maschine.

Die Visualisierung, der Kern jeder modernen Maschinensteuerung

Ob Neumaschine oder ein Umbau. Im Grunde genommen stellt die Visualisierung den Kern einer jeder modernen Maschinensteuerung dar. Warum ist das so? der Name Visualisierung kann übersetzt werden mit „sichtbar machen“. Das bedeutet, Sie können Betriebszustände aus dem SPS Programm darstellen. Weiterhin können Freigaben für einzelne Funktionen, oder auch den Gesamtbetrieb einer Anlage angezeigt werden. Ebenfalls ist es möglich detaillierte Fehleranzeigen zu generieren. Ferner besteht die Möglichkeit Funktionen direkt vom Bildschirm an zu steuern.

Zu guter letzt findet die Produktdatenverwaltung in der auch HMI ( Human Machine Interface) genannten Visualisierung statt. Je nachdem, welches Produkt gerade eingebaut ist, wird der entsprechende Datensatz aufgerufen. Das erspart den grossen Aufwand eine Papierliste zu verwalten.

In der Regel erstelle ich die Visualisierung nach dem programmieren des SPS Programms. Mittels eines Simulationsprogramm wird das SPS- und Visualisierungsprogramm auf Funktionalität geprüft.

Anschliessen Schaltschrank

Das anschliessen des Schaltschranks nach dem Umbau ist relativ schnell abgehandelt. Die Kabel werden abgemantelt und in den Schrank eingeführt. Mit Hilfe der vorher generierten Kabelliste aus dem Schaltplan findet der Anschluss der einzelnen Kabel statt.

Nachdem die Steuerleitungen und auch die Zuleitung angeschlossen sind erfolgt eine Sichtprüfung. Dabei wird festgestellt, ob alles richtig angeschlossen ist. Jetzt wird sichergestellt, dass alle Sicherungsautomaten abgeschaltet sind. Letztendlich ist es so weit. Der neue Schaltschrank wird eigeschaltet. Stück für Stück werden die Spannungen zugeschalten. Dabei wird geprüft ob die Endgeräte richtig angeschlossen sind. Weiterhin wird der Signalfluss von Sensorik und Aktorik zur Steuerung geprüft. Dies nennt man im Fachjargon eine E/A Prüfung. Die vorher geprüften Programme werden ind die SPS und den Bildschirm geladen. Dadurch kann der Inbetriebnehmer neben der Hardware auch gleichzeitig die Ein- Ausgansvariablen der Software prüfen.

Nachdem die Steuerleitungen und auch die Zuleitung angeschlossen sind erfolgt eine Sichtprüfung. Dabei wird festgestellt, ob alles richtig angeschlossen ist. Jetzt wird sichergestellt, dass alle Sicherungsautomaten abgeschaltet sind. Letztendlich ist es so weit. Der neue Schaltschrank wird eigeschaltet. Stück für Stück werden die Spannungen zugeschalten. Dabei wird geprüft ob die Endgeräte richtig angeschlossen sind. Weiterhin wird der Signalfluss von Sensorik und Aktorik zur Steuerung geprüft. Dies nennt man im Fachjargon eine E/A Prüfung. Die vorher geprüften Programme werden ind die SPS und den Bildschirm geladen. Dadurch kann der Inbetriebnehmer neben der Hardware auch gleichzeitig die Ein- Ausgansvariablen der Software prüfen.

Nun geht es an die Inbetriebnahme

Zunächst geht es darum alle sicherheitsrelevanten Funktionen Inbetrieb zu nehmen. Im folgenden sind die manuellen Funktionen dran. Bei der Inbetriebnahme werden die Endabschaltungen eingestellt. Weiterhin wird auf Verriegelungen zu anderen Funktionen geachtet. Das heisst dass der Techniker prüft welche Voraussetzungen nötig sind um eine bestimmte Bewegung einleiten zu können. Dadurch wird vermieden dass es zu Crashs kommt. Einfach erklärt..wenn ich an eine grüne Ampel komme, sollte der Kreuzverkehr rot haben. Sonst….alles klar? In diesen Zuge werden auch die Fehlermeldungen zu den einzelnen Funktionen getestet.

Nach Abschluss der Inbetriebnahme der manuellen Funktionen kommt die automatische Schrittkette dran. Ein Schritt nach dem anderen wird dazu freigeschaltet. Solange lange bis jeder erforderliche Schritt ohne Probleme durchläuft. Der Inbetriebnehmer und der Kunde testen den Ablauf gemeinsam. Eventuell ist es nötig noch Änderungen vorzunehmen. Dies ist letztlich nur eine Programmiersache. Sind alle manuellen Funktionen sauber geprüft stellt die Schrittkette keine Probleme dar

Dann kommt der spannende Moment. Nach all der Arbeit geht die Maschine wieder in Produktion. Was für ein Erlebnis, das alte Ding endlich wieder am Laufen zu haben. Nun kann der Kunde endlich wieder ohne ständige nervende Probleme arbeiten.

Modifikationen und Abschlussdokumentation

Nach einer gewissen Zeit der Produktion kommt ein weiterer Vorteil eines Umbaus zum Tragen. Der Kunde hat nun plötzlich Ideen, wie die Maschine noch effektiver Arbeiten kann. der Einsatz einer modernen SPS ermöglicht es, jederzeit Modifikationen vorzunehmen. Bei der alten Schütz und Klappertechnik ist dies nur sehr begrenzt möglich.

Zuletzt bekommt der Kunde eine komplette Abschlussdokumentation. Schaltplan, eine Sicherung des SPS- und Visualsierungssoftware, die Gefahrenanalyse und Risikobeurteilung. All dies kommt in als Enddokumentation zum Kunden…..

….und hier das Ergebnis des Umbaus mit einer modernen Maschinensteuerung.

Sodele

Ich hoffe Ihnen hat meine Beitragsreihe zur Modernisierung einer Maschiensteuerung gefallen. Ich freue mich auf einen Austausch mit Ihnen.

Ein Kommentar zu “Retrofit Schritt für Schritt #4

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